„So gebe ich euch nun ein neues Gebot: Liebt einander. So wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben.“

Johannes 13,34 (NLB)

 

 

 

„JESUS,

 

nur eins willst du von mir.

Nicht Opfer, nicht Geld –

du fragst nach der Liebe.

So wichtig ist sie dir,

dass du sie nicht zur Wahl stellst,

sondern zum Gebot machst,

zum Manifest deines Reiches

für alle, die dir folgen.

 

Ich soll lieben.

Meinen Nächsten,

jeden und jede.

Nicht nur die Netten,

nicht nur die, die mir liegen,

weil sie sind wie ich.

Sondern auch die Schwierigen,

die, denen ich am liebsten

aus dem Weg gehe

– gerade sie! –

so wie du mich.

 

„So wie du mich.“

Kann es sein,

dass ich nicht weiß

– nicht im Kopf,

sondern im Herzen –,

wie durch und durch

ich geliebt bin?

 

Kann es sein,

dass ich nach all den Jahren

und tausend Beweisen deiner Liebe

immer noch nicht traue

und darum oft so wenig Liebe habe

für andere?

 

Was, wenn ich dir glauben

und immer neu glauben würde

an jedem Tag?

Und mich dann losließe,

weil ich ja nie mehr verlorengehen kann,

und was ich aus Liebe tue, auch nicht.

Dann, sagst du,

würden alle erkennen,

zu wem ich gehöre

und wessen Namen ich trage.

Und am Ende würden sie

und vielleicht sogar die Welt

eine andere.

 

Der Liebe

galten deine letzten Worte.

Der Kraft, die die Welt schwach nennt,

und von der sie doch ahnt,

dass sie die Größte unter allen ist.

Sie ist dein Vermächtnis,

dein letzter Wunsch.

 

Heilig soll er mir sein.

 

AMEN.“

 

 

SABINE MÜLLER ist Herausgeberin von MINDO.

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