TÜRCHEN 24: Weil du es wert bist!

„Gott hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben. Wird uns dann zusammen mit ihm nicht auch alles andere geschenkt werden?“ – Römer 8,32

 

A-l-l-e-s! Als es darum ging, uns seine Liebe zu beweisen, war Gott nichts zu kostbar. Und so schenkte er uns nicht irgendetwas, sondern auf ganz unglaubliche Weise sich selbst – in seinem Sohn Jesus. Seit diesem ersten Weihnachten wissen wir, wer und vor allem wie Gott ist: die Liebe in Person. (Johannes 1,18)

 

Mehr als sich selbst kann niemand geben! Und trotzdem zweifeln wir so oft an Gottes Charakter und seinen guten Absichten mit uns. Was aber würde er, der sein Liebstes für uns gegeben hat, uns je an Gutem vorenthalten?

 

Wenn du also gerade mal wieder Gefahr läufst, zu vergessen, wie sehr du geliebt bist – lies doch in einem ruhigen Moment noch einmal ganz bewusst das 8. Kapitel des Römerbriefs. Denn hier werden wir in ganz besonderer Weise daran erinnert, wer wir sind und was wir empfangen haben: Wir sind erlöst, befreit, gesegnet, berufen.

 

Ich wünsche dir und mir für die kommenden Weihnachtstage, dass wir uns daran erinnern, wie wertvoll wir sind!

 

Frohe Weihnachten!

 

SABINE MÜLLER ist Redaktionsleiterin von MINDO.

 

TÜRCHEN 23: Schick den Perfektionismus in Urlaub

Weihnachten: Zeit der Liebe und der Familie – und oft auch des ungebändigten Perfektionismusstrebens. Viele von uns tragen ein Idealbild von Weihnachten in sich, dem wir nacheifern. Dazu gehören haufenweise selbstgebackene Kekse, individuelle Geschenke, ein 5-Sterne-Weihnachtsmenü, die wunderschön dekorierte, absolut saubere Wohnung, eine friedvoll beisammensitzende Familie etc. Und für Christen gehört selbstverständlich auch die Besinnung auf die Weihnachtsbotschaft dazu.

 

Eines der größten Geschenke, die wir uns selbst und anderen machen können, ist, unsere oft realitätsfernen Ideale einem Realitätscheck zu unterziehen.

 

Schicke doch einfach dieses Jahr den Perfektionisten in dir in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub! Denn nur ohne ihn sind entspannte Tage ohne dauergereizte Grundstimmung möglich.

 

NICOLE STURM ist psychotherapeutischer Coach (HPP) und Theologin.

www.vorwaertsleben.de

 

TÜRCHEN 22: Walking in a winter wonderland

Bewegung tut Körper und Seele gut – besonders in der dunklen Jahreszeit brauchen wir das so dringend. Und wenn ihr als Paar gemeinsam loszieht, schafft ihr gemeinsame Erlebnisse und gewinnt ausgiebig Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Das „Deutsche Wanderinstitut e. V.“ hat europaweit über 600 Premium-Wanderwege ausgezeichnet. Zertifiziert werden besonders schön gelegene, gut ausgeschilderte und abwechslungsreiche Wanderpfade. Sucht doch mal im Internet den nächstgelegenen und macht euch zusammen auf den Weg. Gutes Schuhwerk braucht ihr, denn oft geht es über Stock und Stein.

 

Auch die Komoot-Wander-App können wir wärmstens empfehlen. Sie führt euch an wunderbare Orte und unterstützt euch, damit ihr euch unterwegs nicht verlauft. Ihr könnt eine Region, die gewünschte Dauer und den Schwierigkeitsgrad der Strecke eingeben und Komoot macht euch umgehend passende Vorschläge, oft inklusive Fotos für noch mehr Vorfreude.

 

SUSANNE & MARCUS MOCKLER sind Paarberater.

www.geliebtes-leben.de

 

TÜRCHEN 21: Lass alles Bittere los!

„Mehr als alles hüte dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.“ (Sprüche 4,23)

 

Eine gesunde Selbstfürsorge umfasst auch eine gesunde Sorge um unser Herz. Schnell schleichen sich bittere Wurzeln in unser Herz, die sich unbemerkt in unterschiedliche Bereiche unseres Lebens ausbreiten. Ausgelöst durch Gefühle der Ablehnung oder eines Nicht-wahrgenommen-Werdens. So manches Übel haben wir genommen und vergiften damit unsere Wahrnehmung. Wir können das Gute nicht mehr erkennen und binden uns an das Übel.

 

Wo ist es dran, eine verletzende Begegnung loszulassen und Vergebung auszusprechen? Denn das führt dich zurück in die Freiheit und reinigt dein gefährdetes Herz.

 

GEORGIA MIX ist christliche Lebensberaterin.

www.herzwaerts-cb.de

 

TÜRCHEN 20: Weihnachten geht durch die Nase

Seit meiner Corona-Erkrankung ist mein Geruchssinn beeinträchtigt, und so trainiere ich ihn seit einigen Monaten: Jeden Morgen schnüffle ich für rund 30 Sekunden an bestimmten Düften. Das Schöne ist: Was ich über die Nase wahrnehme, wird direkt in den Teil meines Gehirns weitergeleitet, der meine Erinnerung aktiviert. Im besten Fall kommen dann die schönsten Erinnerungen hoch, verknüpft mit wohligen Gefühlen.

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Das kennst du sicher: Weihnachten heißt Orange, Zimt, Nelke. Oder Glühwein, Vanillekipferl, Tannenzweige. Mach dir dein Wunderwerk Gehirn zunutze! Schnüffle in diesen Tagen ganz bewusst an deinen Lieblingsdüften – anhand von Duftölen oder Duftkerzen zum Beispiel – und lass dich mit den schönsten Erinnerungen und Gefühlen beschenken! Die Nase täglich in die Keksdose stecken klappt natürlich auch … Ich werde meine Corona-Düfte jetzt für ein paar Tage eintauschen gegen Weihnachten.

 

 

TINA TSCHAGE ist Coach, Theologin und Zeremoniarin.

www.tina-tschage.de

 

TÜRCHEN 19: Verteile verbalen Sonnenschein

Sei großzügig im Ermutigen. Ermutigung ist verbaler Sonnenschein. Sie kostet nichts, wärmt Herzen und macht Leben reich.“  – Nicky Gumbel

 

Worte schaffen Welten – vielleicht stand uns diese Tatsache noch nie so deutlich vor Augen wie heute, einer Zeit, in der soziale Medien ein fester Bestandteil unserer Kommunikationskultur sind. Besonders hier erleben wir Tag für Tag, dass Worte uns nicht nur informieren und aufklären, sondern auch manipulieren und steuern, verleumden und verletzen können.

 

Aber wahr ist ebenso: Auch gute Worte haben Macht. Mit ehrlichem Lob, liebevollem Trost, echter Ermutigung und sogar mit aufrichtiger Kritik können wir einander stärken und aufbauen, loben und großmachen, trösten und Mut machen.

 

Viele Menschen sehnen sich nach einem freundlichen Wort. Vielleicht verschenkst besonders in den kommenden Tagen (aber natürlich auch darüber hinaus) ein paar mehr von ihnen! Benutze deinen Mund nicht länger allein für Kritik, sondern um andere zu segnen (1. Petrus 3,9). Segnen heißt, Gutes über einem Menschen und seinem Leben aussprechen – ganz so, wie Gott es tut. Du möchtest sehen, wie Gesichter hell, Gemüter weich und Herzen weit werden? Dann verschenke ein wärmendes Wort.

 

SABINE MÜLLER ist Redaktionsleiterin von MINDO.

 

TÜRCHEN 18: Lass (dich) los!

Sechs Tage in der Woche planen wir unseren Alltag und sorgen uns um unser Leben, aber am 7. Tag sind wir eingeladen, eine wichtige Kompetenz zu lernen: Loslassen.

Unsere Pläne, Sorgen, Ängste und Gedanken legen wir bewusst in die Hand Gottes, dessen Plan niemals ruht und der nicht müde wird, für uns zu sorgen. Das Großartige daran: Wir werden Zeugen seines Wirkens und erkennen, wie viel mehr an Möglichkeiten und Wegen er bereithält, für die wir in unserem eigenen Wirken blind werden.

Kommen in diesen Tagen Ängste und Sorgen auf, begrüßen wir sie fröhlich und leiten sie gleich weiter in die himmlischen Hände. Kreisen uns Gedanken und Planungen im Kopf umher, treten wir ihnen entgegen: Morgen wieder, aber nicht heute!

 

GEORGIA MIX ist christliche Lebensberaterin.

www.herzwaerts-cb.de

 

TÜRCHEN 17: Verbringt Zeit zu zweit

Wann habt ihr euch als Partner das letzte Mal so richtig gegenseitig verwöhnt? Gönnt euch doch gerade jetzt vor dem Weihnachtstrubel mal eine Pause, einen Wellness-Abend nur für euch beide, an dem ihr es euch so richtig schön macht!

 

Darauf solltet ihr euch schon im Tagesverlauf vorbereiten, damit am Abend auch alles da ist: Macht euch schön füreinander! Ein leckeres Essen könntet ihr bestellen oder gemeinsam vorbereiten. Vergesst den Nachtisch nicht. Und dann legt das volle Romantikprogramm auf: Ganz viele Kerzen, ein prickelndes Gläschen Sekt oder gar Champagner, Musik zum Tanzen oder Träumen, Düfte in der Wohnung, Massageöl für die gegenseitige Verwöhnmassage, ein Bad zu zweit, vielleicht ein schöner Film und ausgiebig Zeit zum Kuscheln und Genießen. Falls ihr mehr davon wollt, könnt ihr natürlich auch gleich ein ganzes Wellness-Wochenende zusammen planen.

 

SUSANNE & MARCUS MOCKLER sind Paarberater.

www.geliebtes-leben.de

 

TÜRCHEN 16: Gib dir dir was auf die Ohren

Das werde ich nie vergessen, wie ich vor einigen Jahren in der Adventszeit mal mit meiner Lieblings-Weihnachtsmusik auf den Ohren über den Berliner „Unter den Linden“-Boulevard flanierte. Dank meiner Noise-Cancelling-Kopfhörer – es werden alle Geräusche von außen rausgefiltert – waren da nur diese wundervolle Orchestermusik, die festlichen Lichter und ich.

 

Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich an diesen Winternachmittag denke! Und nehme mir vor, das in diesem Jahr so oft wie möglich zu machen: Kopfhörer rauf, Musik an und loslaufen durch lichterglänzendes Adventsambiente. Denn nichts stimmt mich mehr auf das Fest der Feste ein als Musik und Lichter. Vielleicht probierst du’s auch mal aus!?

 

TINA TSCHAGE ist Coach, Theologin und Zeremoniarin.

www.tina-tschage.de

 

TÜRCHEN 15: Hör gut zu

Kennst du solche Unterhaltungen, wo Person A Person B fragt, wie es geht, und die antwortet mit „Danke, gut!“? Viele Gespräche laufen so. Und nicht selten hat man hinterher das Gefühl, dass „gut“ nicht einfach gut ist.

 

Aber wer nimmt sich schon die Zeit, um nachzufragen, ob es ein super-happy-gut ist, zum Beispiel weil man einen neuen Job in Aussicht hat oder sich ein Missverständnis hat aufklären lassen? Vielleicht steht „gut“ aber auch für miserabel, durcheinander, traurig, besorgt oder verzweifelt?

 

Würde es da nicht guttun, wenn jemand sich die Zeit nimmt, um zuzuhören, nachzuhaken – und vielleicht sogar noch einen Tipp zu teilen? Mir jedenfalls tut so etwas gut. Deshalb will ich in Zukunft öfter als bisher nachfragen, was „gut“ genau bedeutet. Und dann dem anderen aufmerksam zuhören.

 

NICOLE STURM ist psychotherapeutischer Coach (HPP) und Theologin.

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TÜRCHEN 14: Verschenke Wertschätzung

Ich bin viel unterwegs, oft auch über die Feiertage, wenn ich zu Familie und Freunden reise. Seit vielen Jahren schon habe ich an den Weihnachtsfeiertagen immer etwas Extra-Gepäck: Kleine Aufmerksamkeiten für die, die arbeiten. Sie arbeiten ja auch für mich, machen möglich, dass ich an diesen Feiertagen reisen kann. Ich will, dass die Zugbegleiterin, der Zollbeamte, die Polizistin und der Servicemitarbeiter wissen und erleben: Ich sehe dich, du bist wichtig und wertvoll und wertgeschätzt! Das drücke ich durch ein paar freundliche Worte, ein Lächeln und ein kleines Packerl aus.

 

Überall gibt es diese Mini-Geschenktüten zu kaufen. Da ein paar Kleinigkeiten zusammen mit einem wertschätzenden Gruß hineinzustecken, ist für mich keine Arbeit – für die Arbeitenden aber vielleicht der einzige Grund an diesem Tag, sich zu freuen. Kleiner Tipp: Bei der „Stiftung Marburger Medien“ gibt es tolle Kleinigkeiten mit wertschätzenden Botschaften zum kleinen Preis: https://shop.marburger-medien.de

 

TINA TSCHAGE ist Coach, Theologin und Zeremoniarin.

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TÜRCHEN 13: Hineinleben in die Fülle

„Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken“, sagt Jesus in Johannes 10,10. Leben in Fülle bewegt sich in einem dynamischen Rhythmus von Kreativität und Ordnung, Produktivität und Ruhe, Beziehungen und Alleinsein, Alltäglichem und Höhepunkten.

 

Manches davon fällt uns leicht und anderes fordert uns heraus. In Krisenzeiten betonen wir das, worin wir eh schon gut sind. Umso wichtiger ist es, neu das ganze Spektrum einzunehmen, denn das führt uns heraus aus der Enge, zurück in eine Ausgewogenheit, in ein Leben in Fülle.

 

Welchen dieser Aspekte, hast du zuletzt eher vernachlässigt und möchtest du heute umsetzen?

 

GEORGIA MIX ist christliche Lebensberaterin.

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TÜRCHEN 12: Verschwende deine Liebe

Während der Mahlzeit kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll echtem, kostbarem Nardenöl. Sie zerbrach das Gefäß und goss Jesus das Öl über den Kopf. Einige der Anwesenden waren empört: „Was soll das, dieses Öl so zu verschwenden?“ 
Markus 14,3

 

Liebe rechnet nicht. Sie wägt nicht kühl ab, ab wann sie vielleicht zu viel gibt. Sie fürchtet sich nicht davor, ausgenutzt zu werden. Sie verschwendet keinen Gedanken daran, was andere sagen könnten. Sie hat keine Angst, sich lächerlich zu machen. Sie verliert sich nicht in dem fantastischen Wunsch, die ganze Welt auf einmal retten zu wollen, sondern sie sieht den einzelnen Menschen, der sie genau in diesem Moment braucht, und packt an. Die Liebe liebt.

 

Besonders die Adventszeit bietet uns unzählige Möglichkeiten, unsere Liebe großzügig zu verteilen. Wann hast du dich deine Liebe zuletzt etwas kosten lassen? Wann hast du mehr gegeben, als nötig gewesen wäre? Wann deine Zeit, deine Kraft, deine Gaben und dein Geld mit beiden Händen ausgeteilt?

 

Vielleicht wird so mancher den Kopf schütteln, wenn du dich auf diese Weise verschenkst, ja verschwendest. Aber der Gott, der sich selbst an uns verschenkt hat, jubelt!

 

SABINE MÜLLER ist Redaktionsleiterin von MINDO.

 

TÜRCHEN 11: Seid gemeinsam kreativ

Heute könntet ihr kleine Geschenke für Familienmitglieder oder Freunde produzieren. Eine gemeinsame Back- oder Bastelaktion macht Spaß und löst bei den Beschenkten bestimmt viel Freude aus. Selbstgebastelte Weihnachtskarten, Sterne aus gefalteten Teebeuteln oder Tischleuchten aus verzierten Weckgläsern – schaut zum Beispiel mal auf „Pinterest“ vorbei, denn das quillt in diesen Tagen über vor Ideen.

 

Wir schenken euch an dieser Stelle noch ein Rezept für selbstgebackenes und liebevoll in Schraubgläser verpacktes Käsegebäck: 180 g weiche Butter, 180 g Mehl und 180 g feingeriebenen Käse (Appenzeller, Gruyère oder Bergkäse) mit ½ Teelöffel Salz, 1 Ei und etwas Pfeffer und Muskat verkneten. 1 Stunde kalt stellen. Anschließend ½ Zentimeter dick auswalzen und Sterne oder Herzen ausstechen. 1 Eigelb mit etwas Milch verquirlen und das Gebäck damit bestreichen. Bei 180° C Umluft zirka 10–15 Minuten goldgelb backen. Gerade in der „süßen Jahreszeit“ ist so ein herzhaftes Gebäck eine willkommene Abwechslung.

 

SUSANNE & MARCUS MOCKLER sind Paarberater.

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TÜRCHEN 10: Schaff deine eigene Tradition

Ich liebe Tradition. Mehr als 30 Jahre lang verbrachte ich die Weihnachtsfeiertage bei meinen Eltern. Diese Tradition hatte ich als Single mangels eigener Partnerschaft und Familie irgendwie nie in Frage gestellt. Bis mein Bruder heiratete und plötzlich alles anders lief. Ich ergriff meine Chance und verkündete schon im Sommer, dass ich in diesem Jahr über die Feiertage zu Hause in meiner Gemeinschaft bleiben würde. Die Reaktionen waren weniger schockiert als ich erwartet hatte.

 

Seitdem spricht Familie Tschage ab Herbst darüber, wer wann wo mit wem die Feiertage verbringt: Manchmal kommen meine Eltern zu mir, manchmal sind wir alle bei meinem Bruder und seiner Frau, ich war sogar schon bei der Schwiegerfamilie meines Bruders. Und in diesem Jahr werde ich wieder ganz traditionell bei und mit meinen Eltern feiern. Nicht aus erzwungener „Das-war-schon-immer-so“- oder „Wo-sollte-ich-als-Single-sonst-hin“ Tradition, sondern aus guter und wohl überlegter Tradition.

 

Wie gestaltest du das Fest? Vielleicht ist es an der Zeit, deine ganz eigene Tradition zu finden…

 

TINA TSCHAGE ist Coach, Theologin und Zeremoniarin.

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TÜRCHEN 9: Verschenke ein paar Dankeschöns

Es tut so gut, wenn einem jemand dankt. Es bedeutet, dass man selbst und das, was man tut, wahrgenommen wird. Dass jemand aufmerksam durch den Tag geht und das Gute, das ihm begegnet, würdigt. Wie oft ärgere ich mich, wenn mein empfindliches Obst an der Kasse achtlos übers Band geworfen wird. Ist da dann mal jemand, der es anders macht, freue ich mich – innerlich. Viel zu selten packe ich meine Dankbarkeit dafür in Worte. Doch wenn ich es tue, erlebe ich, wie es meinem Gegenüber guttut.

 

Die meisten von uns kriegen nonstop zu hören, was sie alles falsch machen. Lob ist selten. Ein Dank ist vielleicht nur ein Wort, aber es zaubert den Beschenkten ein Lächeln aufs Gesicht, gibt neue Energie, tut gut. Deshalb möchte ich diese Dankeschöns in Zukunft viel öfter verschenken. Machst du mit?

 

NICOLE STURM ist psychotherapeutischer Coach (HPP) und Theologin.

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TÜRCHEN 8: Plant gemeinsam das Fest

Damit es für alle fröhliche und besinnliche Weihnachtstage werden können, bedarf es einiger Planung. Überlasst diese Aufgabe nicht eurer Partnerin oder eurem Partner alleine, sondern beschenkt euch damit, dass ihr euch bei der Organisation unterstützt.

 

Ihr könntet euch heute oder demnächst ein Stündchen nehmen, wo ihr euch zusammen hinsetzt und plant, wie die Festtage verlaufen sollen: Wen werden wir wann einladen oder besuchen? Planen wir ein bestimmtes Programm? In welchen Gottesdienst wollen wir wann gehen? Was soll es zum Essen geben? Wer übernimmt welche Aufgabe dabei? Müssen wir noch Geschenke besorgen – was könnte passen und wer kümmert sich drum?

 

Der Vorteil, wenn ihr alles vorher besprecht, ist, dass ihr ganz viel Stress rausnehmt und auch etwaige unterschiedliche Erwartungen vorher gut abgestimmt werden können.

 

SUSANNE & MARCUS MOCKLER sind Paarberater.

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TÜRCHEN 7: Lass dich lieben

Demut ist der Mut, mich so zu sehen, wie Gott mich sieht. Gott sieht uns mit Augen der Liebe an, denn „Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, (…) Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt.“ (1. Johannes 4,9+10, Hfa)

 

Gott fragt nicht: Bist du gut genug? In seinen Augen sind wir es wert, geliebt zu sein. Und wenn Gott die Wahrheit ist, dann ist es an der Zeit, diese Wahrheit über uns anzunehmen.

 

Wir brauchen ihm und anderen nichts mehr vorzuspielen, uns geringer oder größer machen. Das, was wir heute brauchen, ist Mut, uns so zu sehen, wie er uns sieht: als Geliebte.

 

GEORGIA MIX ist christliche Lebensberaterin.

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TÜRCHEN 6: Schenk dir Freiräume

Wir alle brauchen sie: Freiräume – Zeit, um die Dinge zu tun, die uns guttun. Was das ist, ist immer wieder verschieden: Mal ist es ein ausführlicher Plausch mit einem Freund oder einer Freundin statt des sonst üblichen Smalltalks zwischen Tür und Angel. Es kann bedeuten, ohne die Kinder im Schlepptau auf Geschenkejagd zu gehen. Oder einfach mal rein gar nichts zu tun, außer tief durchzuatmen, vielleicht ein Nickerchen mitten am Tag zu machen oder in der Badewanne zu lesen. In der Adventszeit kann es bedeuten, die Möglichkeit zu haben, sich mitten im Weihnachtstrubel mit einer Tasse heißem Kakao in der Hand auf die Weihnachtsbotschaft einzulassen.

 

Gönne dir selbst immer wieder diese wertvollen Freiräume – gerade jetzt – oder schenke sie jemandem. Und zwar ohne Vorgaben, wie sie zu nutzen sind.

 

NICOLE STURM ist psychotherapeutischer Coach (HPP) und Theologin.

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TÜRCHEN 5: Mehr als genug

„Wir haben hier aber nur fünf Brote und zwei Fische“, entgegneten sie.

„Bringt sie mir her!“, sagte Jesus.

Matthäus 14,17+18

 

Ein einziger Blick in die Nachrichten, die eigene Familie, den Freundeskreis oder auch die Nachbarschaft kann einen angesichts der vielen Nöte manchmal ganz schön entmutigen. Kein Wunder, dass schnell die Frage an uns nagt, ob unser kleiner Beitrag an Liebe, Zeit, Kraft, Freundlichkeit, Gebeten oder auch Geld überhaupt einen Unterschied macht.

 

Tut er aber! Vor allem, wenn wir das Wenige, das wir haben, mitsamt unserer Ohnmacht zu Gott bringen und vor ihm ausbreiten. Denn er braucht keine von sich überzeugten Weltverbesserer, sondern Menschen, die sich mit ihren Gaben und Grenzen vertrauensvoll und demütig seinen segnenden Händen überlassen (Markus 12,43f).

 

Du denkst, du hast nicht viel, das Gott gebrauchen kann? Du wirst sehen: Es ist mehr als genug. Bring es zu Jesus!

 

SABINE MÜLLER ist Redaktionsleiterin von MINDO.

 

TÜRCHEN 4: Streich den Stress

Meine besten Freunde machen es mir seit Jahren vor: Seit sie Kinder haben, leben sie jedes Jahr im Advent ganz stur (und ein bissl zu meinem Leidwesen) ihre „Null Termine“-Abmachung. Da in dieser Zeit des Jahres eh so viel ansteht, streichen sie alles, was noch dazukommen will und was nicht unbedingt notwendig ist. So reduzieren sie die diversesten Weihnachtsfeiern und beschenken sich als Familie mit viel Muße und Zeit, das Warten im Advent zu genießen.

 

Jedes Jahr sind sie mir ein Vorbild. Und in diesem Jahr mache ich es wirklich: Keine Extra-Termine im Advent, sondern ganz viel Zeit für meine ganz persönliche Vorbereitung auf die Ankunft der Liebe!

Bist du dabei?

 

TINA TSCHAGE ist Coach, Theologin und Zeremoniarin.

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TÜRCHEN 3: Schenkt euch Inspirationsmomente

So schnell vergeht die Adventszeit und am Ende denkt man: „Mensch, wir wollten uns doch als Paar Zeit nehmen für Tiefgang und Inspiration!“ Das passiert euch dieses Jahr nicht, wenn ihr bewusste Inspirationsmomente einplant: Jeder von euch beiden darf eine Geschichte, einen Bibeltext, ein Gedicht aussuchen und diese Texte lest ihr euch dann bei einer schönen Tasse Tee oder einem Glas Wein gegenseitig vor. Anschließend könnt ihr euch über die Inhalte unterhalten oder einander erzählen, warum ihr gerade diesen Text ausgewählt habt – was daran inspiriert euch?

 

Oder mögt ihr lieber ein Buch aussuchen, das ihr in diesen Adventswochen gemeinsam lest und über das ihr euch austauscht? Wie wäre es zum Beispiel mit einem guten Ehebuch oder einem geistlichen Buch, das euch beide anspricht? Und falls ihr nicht gern lest, werdet ihr bestimmt bei Hörbüchern und Podcasts fündig.

 

SUSANNE & MARCUS MOCKLER sind Paarberater.

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TÜRCHEN 2: Sorge gut für dich

Unsere Bedürfnisse bestehen aus dem Erleben eines Mangels und dem Wunsch, ihn zu beheben. Unbewusste und ungestillte Bedürfnisse können uns in ungesunde Übertreibung führen, und das in beide Richtungen: Entweder stellen wir dann unsere Bedürfnisse über die der anderen – oder wir meinen, eigene Bedürfnisse nicht haben zu dürfen.

 

Gesunde Eigenverantwortung beginnt damit, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse kennen und formulieren können und sie entweder mit gutem Gewissen umsetzen oder in Freiheit auf sie verzichten. Und sie nicht zuletzt auch Gott zu bringen, der unseren Mangel stillen und uns erleben lassen will: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23)

 

Wo spürst du Mangel? Und wo bist du herausgefordert, in gesunder Weise für dich zu sorgen?

 

GEORGIA MIX ist christliche Lebensberaterin

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TÜRCHEN 1: Erzähl deine Geschichte

Ich liebe Bücher. In manche kann ich so richtig abtauchen und alles um mich herum vergessen. Andere hingegen liebe ich, weil ich mich mit den handelnden Personen mitfreue, mitfiebere, mitleide. Anders ausgedrückt: Ich identifiziere mich mit ihnen, tauche ein in ihre Lebensgeschichte, lerne von ihnen.

 

Aber nicht nur von ihnen, sondern von allen Menschen, die sich die Zeit nehmen, mir Einblicke in ihr Leben zu schenken – das Leben in seiner ganzen Bandbreite mit all seinen Höhen und Tiefen, Fragen und Zweifeln, den gescheiterten Versuchen und nicht wie sonst oft nur dem Happy-End.

 

Jeder hat eine Geschichte, die erzählenswert ist. Eine Geschichte, die anderen in ihrer jeweiligen Situation weiterhelfen kann. Vielleicht magst du deine in dieser Adventszeit mit jemandem teilen?

 

NICOLE STURM ist psychotherapeutischer Coach (HPP) und Theologin

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Rund um die Weihnachtszeit